Session I

08.09.2020, 11:00–12:30 Uhr

Visionen einer kohärenten Europäischen Informations- und Medienordnung

INHALT

 Der bestehende EU-Rechtsrahmen im Bereich Information und Kommunikation sieht sich angesichts struktureller Veränderungen von Medienangeboten und Mediennutzung grundsätzlichen Herausforderungen gegenüber. Die Focus Session des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) zeigt auf Basis seiner wissenschaftlichen Begleitforschung zur Medienkonferenz anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft diese Herausforderungen und Inkohärenzen der derzeitigen EU-Medienordnung auf. Ziel ist, von diesem Ausgangspunkt aus Visionen einer kohärenteren und zukunftsfähigen EU-Kommunikationsordnung zu entwickeln und zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wo Bedarfe an weitergehender Regulierung der Europäischen Informations- und Medienordnung bestehen, und inwiefern bestehende Regulierungskonzepte noch besser auf die neuen Herausforderungen zugeschnitten werden können.

Im ersten Teil werden nach einem Impuls aus Sicht der Europäischen Kommission die Ergebnisse der wissenschaftlichen Analysen und Stakeholderbefragungen aus dem Frühjahr 2020 vorgestellt, die sich insbesondere mit Widersprüchen, Überlappungen, Inkohärenzen und Bereichen erhöhter Rechtsunsicherheit in der aktuellen Medienregulierung beschäftigen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse stellt das HBI im zweiten Teil ein Policy Paper vor, das mögliche Zukunftspfade für eine kohärentere EU-Medienordnung auf den Ebenen des materiellen und des prozeduralen Rechts sowie der Grundrechte legt. Im dritten Teil sollen die vorgestellten Ideen und Vorschläge mit Expertinnen und Experten aus der Governance-Forschung sowie im Kreis der Teilnehmenden diskutiert werden.

Hintergrundmaterial: Gutachten des HBI „Die Europäische Kommunikations-(Un)Ordnung. Mapping der medienrelevanten EU-Rechtsakte und Identifikation von Abhängigkeiten, Schnittbereichen und Widersprüchen.“

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Ausrichter

Über das Leibniz-Institut für Medienforschung
Hans-Bredow-Institut

Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) erforscht medien­vermittelte öffentliche Kommunikation und ist in mehreren internationalen Forschungsnetzwerken aktiv. Kernziel der Forschung ist es, verschiedene Einflüsse der Medien zu verstehen, Entwicklungen und Risiken abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Das Institut wahrt dabei seine unabhängige Position. Die Erforschung der aktuellen Medienentwicklung erfolgt interdisziplinär.

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